Verlag Henselowsky Boschmann  · Briefe an Stefan Laurin
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Stefan Lautin Versemmelt
Neuerscheinung 26. August 2019
Stefan Laurin
Versemmelt
Das Ruhrgebiet ist am Ende
Titelillustration: Oli Hilbrink
96 Seiten · gebunden · 9,90 €
mit Lesebändchen
ISBN 978-3-942094-98-6

Dieses Buch handelt von Fehlern und Ignoranz, von vertanen Chancen und vom mangelndem Willen zu gestalten. Das Ruhrgebiet hatte viele Möglichkeiten; die meisten hat es nicht genutzt. Keine Region Deutschlands, ja Europas, von dieser Größe wird dilettantischer regiert. Verantwortlich hierfür waren und sind die Menschen,
die all das mitgetragen haben.

Schluss mit der Kirchturmpolitik! Schluss mit dem Leben aus Fördertöpfen! Weg mit der Filzdecke Ruhr! Weg mit der Selbstbedienung in den Rathäusern! Wir wollen ein eigener Regierungsbezirk sein! Wir wollen nicht in einem sterbenden Museum wohnen! – Eines steht fest: Das Ruhrgebiet ist am Ende, wenn wir weiter den Hintern nicht hochkriegen.
Die Bücher aus der wunderbaren Druckerei Pustet (Regensburg) erwarten wir am 19. August. Stefan Laurins Buch kann in Buchhandlungen vorbestellt werden (wobei mir die "Buchhandlung um die Ecke" nähersteht als Amazon), es kann auch beim Verlag "subskribiert" werden – per E-Mail oder über den Onlineshop. Allen "Subskribenten" schicken wir am 19. August die Bücher per DPD, portofrei und mit einer Tüte Klümpchen.
18. August 2019: Lieber Stefan Laurin,
ich habe auf der Palette mit deinen Büchern genächtigt, weil ich – ehrlich! – Angst hatte, dass bei der SPD, dem RVR oder gar bei den Grünen denunziert worden wäre, dass "Versemmelt – Das Ruhrgebiet ist am Ende" bereits eingetroffen ist, und ... – Du kannst dir denken, wie der Satz weitergeht. Ich hatte schlimme Träume, in denen zombische Wesen nach mir griffen, deren Gesichter mir bekannt vorkamen. – Morgen schicke ich dir, Oli Hilbrink Olis Cartoons und den Buch-Großhändlern "Versemmelt" zu. Du kannst dich darauf verlassen: Ich werde weiter wachsam sein.
Herzlich Dein
Werner Boschmann
post@vonneruhr.de

Versemmelt Stefan Laurin

10. August 2019: Lieber Stefan Laurin,
am 7. August ernannte  die IW-Studie die "Emscherzone" – also auch meine geliebte Heimatstadt Bottrop – zur "abgehängten Region". Die Reaktion in der Bottroper Presse, also der Lokalwaz: keine. Heute, am 10. August, ein großes Interview mit dem Geschäftsführer des Bekleidungsgeschäftes "Mensing". Überschrift: "Die Bottroper Innenstadt ist besser als ihr Ruf". https://www.waz.de/staedte/bottrop/die-bottroper-innenstadt-ist-besser-als-ihr-ruf-id226726523.html
Außer an den beiden Marktvormittagen (Mittwoch und Samstag) fällt das Zählen der vereinzelten Passanten, die an den beiden Großruinen Karstadt und Hansa-Zentrum sowie diversen Leerständen vorbeihuschen, wahrlich nicht schwer.
Wo ist das "Jetzt gehen wir ran!" des ansonsten medial omnipräsenten OBs Tischler? – Abtauchen, wenn es ungemütlich wird, schönreden, sich eine genehme Wirklichkeit basteln, andere für dumm verkaufen – das können SIE!
Du schreibst in deinem Buch auf Seite 94: "Das Ruhrgebiet wird in wenigen Jahrzehnten nicht mehr existieren. Es wird eine landschaftlich attraktive Region zwischen Wupper und Ruhr geben, in der viele wohnen, die in den umliegenden Städten ihr Geld verdienen. Und es wird Bochum, Essen und Dortmund mit seinen großen Hochschulen, attraktiven Wohnquartieren, interessantem Kulturangebot und modernen Unternehmen geben, die sich irgendwie im unteren Mittelmaß der deutschen Städte halten und sich nur gut fühlen werden, weil es nördlich von ihnen noch erbärmlicher sein wird; denn dort liegt die Emscherzone, schon heute die Problemregion des noch bestehenden Reviers."
Du wirst mit deiner Prognose leider recht behalten.

Werner Boschmann
post@vonneruhr.de


7. August 2019: Lieber Stefan,
du hast am 6. Mai auf Facebook geschrieben: "Ihr könnt bitte jetzt schon einmal anfangen Geld zu sparen, um euren Lieben dieses Buch unter den Tannenbaum zu legen." Daraufhin gab es 103 Kommentare. Tolle Sachen darunter. Michael Weber aus Wiemelhausen schreibt: "Was soll ich mir denn ein Buch kaufen, in dem drinne steht, was ich eh schon weiss." Franz Przechowski: "Friste mein Dasein in der ärmsten Stadt Deutschlands #401 GE Gelsenkirchen. Habe ich einen Anspruch auf einen Sonderrabatt über eine Förderung aus Brüssel oder Berlin?" Und Thomas Hummel: "Da bin ich auf die Rezensionen bei Amazon gespannt ..." – Ich ebenfalls! Und auf das, was sonst über "Versemmelt" gesagt und geschrieben werden wird. So weit ich mich zurückerinnern kann – und das ist echt weit –, gab es ein solchermaßen politisches Buch über das Ruhrgebiet noch nicht. Hier in #Bottrop gilt eisern die Parole: Alles, was uns kritisiert, ist totzuschweigen.

Werner Boschmann
post@vonneruhr.de


28. Juli 2019: Liebe Stefan,
zwei Personen werden in deinem Buch an verschiedenen Stellen genannt. Immer mit dem Hinweis auf ihre positive Haltung zu einem "vereinten" Ruhrgebiet. Eine Stelle (Seite 22) sei hier zitiert:

"Allerdings gab es damals mit Gerd Willamowski (SPD) und seinem Pressesprecher Frank Levermann ein wahrhaft dynamisches Duo an der Spitze des KVR. Den beiden gelang es, immer mehr Journalisten, darunter den Autor, von der Idee eines starken Ruhrgebiets zu überzeugen."

Gernd Willamowski habe ich nie persönlich kennengelernt. Mit Frank Levermann hatte ich einige Male Kontakt. Ein zupackender, mutiger Journalist, dem ich vertraut habe.

Werner Boschmann
post@vonneruhr.de

27. Juli 2019: Liebe Stefan,
ich habe dein Buch in dieser Woche ausprobiert, und es stimmt!
Du schreibst auf Seite 25:

"... und den Namen der Verbandsdirektorin des RVR, immerhin so etwas wie die Repräsentantin von knapp über fünf Millionen Menschen, dürften weit über 90 Prozent der Einwohner des Ruhrgebiets noch nie gehört haben – außerhalb der Grenzen des Reviers nähert sich dieser Wert den 100 Prozent an. Er lautet übrigens Karola Geiß-Netthöfel (SPD). Die Frau hat, im Gegensatz zu Fred Toplak (parteilos), dem Bürgermeister von Herten, nicht einmal einen Wikipedia-Eintrag."

Ich habe in dieser Woche – fein sortiert nach Alter, Geschlecht und Bildungsabschluss – 20 Bottroper gefragt: "Wer ist Karola Geiß-Netthöfel?" 5 tippten auf eine ältere Schauspielerin, eine auf die Erbin von Höfel-Bier, und einer meinte, seine alte Tante hieße so ähnlich. 10 anderen waren völlig ratlos. Ein Oberstudienrat sagte: "Unsere Verbandsdirektorin." Seine Frau nickte. Ich habe das als zwei Richtige gezählt, damit die 90 Prozent stimmen.

Werner Boschmann
post@vonneruhr.de
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