Verlag Henselowsky Boschmann · Regionaler Literaturversorger Ruhrgebiet · Jürgen Kassel / Zepp Oberpichler · Heartzland
Bücher vonne Ruhr
Jürgen Kassel & Zepp Oberpichler
Heartzland
Das Ruhrgebiet in schwarz-weißen Zeiten
Eine Herzensangelegenheit
80 Seiten, gebunden, viele Fotos
9,90 €
ISBN 978-3-942094-25-2

Jürgen Kassel (Fotos) und Zepp Oberpichler (Texte) geben ihrer – oft als Harzland verschrienen – Region die ihr zustehende Würde zurück. Und viel Herz – denn unser Ruhrgebiet ist und bleibt eine Herzensangelegenheit.



Ende der 60er-, Anfang der 70er-Jahre waren die Fernsehbilder noch schwarz-weiß. Auch die Fotos von Onkel Gerd und Tante Erika. Im Ruhrgebiet, da waren die Fotos sogar eher schwarz als weiß. Das Ruhrgebiet, die schwarze Lunge an Rhein, Ruhr und Emscher, die stählerne Pumpe im Herzen Europas, der Osten im Westen.
Das Ruhrgebiet in schwarz-weißen Zeiten kennt viele Geschichten: von Aufbruch und Niedergang, Erfolg und Verlust, Faust in der Tasche und großer Schnauze. Fußballspiele werden auf der Straße erlebt, in der Seifenkiste wird die Formel 1 in den Schatten gestellt, am Hafenbecken die weite See geschmeckt. Für Kinder ein Traum: Man darf alles – außer sich erwischen lassen.
Das alles zeigt „Heartzland“ auf 80 schwarz-weißen Seiten im gebundenen Hardcover. Fotos von 1969 bis 1972 und zu jedem Foto ein aktueller Text: Ein Gedicht, ein Song, eine Kurzgeschichte, eine Miniatur. Keine Verklärung, keine touristische Romantik, kein früher war alles besser.
In „Heartzland“ lassen Jürgen Kassel (Fotos) und Zepp Oberpichler (Texte) ein Ruhrgebiet wieder auferstehen, das lange vergessen schien. Ein Ruhrgebiet jenseits aller Glanzprospekte. Und damit geben sie ihrer – oft als Hartzland verschrienen – Region die ihr zustehende Würde zurück. Und Herz, denn das Ruhrgebiet ist und bleibt eine Herzensangelegenheit für Kassel und Oberpichler. Rio Reiser sang: „Zauberland ist abgebrannt“. – Zepp Oberpichler sagt: „Ihm ging das Feuer aus“.

"Heartzland" ist "Buch des Jahres"
Für die Redaktion der "Musenblätter" ist "Heartzland" von Zepp Oberpichler und Jürgen Kassel das "Buch des Jahres 2014".
Aus der Begründung: ""Kassel & Oberpichler schwelgen nicht in alles verklärender Nostalgie und Idylle – ihr Bild des durchaus auch dreckigen Ruhrgebiets ist ehrlich. Die Industrieregion mit ihren Zechen, die Hans Henning Claer in seinen Romanen beschrieben hat, bekommt in „Heartzland“ ein Gesicht. Die kurze, feuilletonistische Prosa und die sensible Lyrik, die Zepp Oberpichler den stimmungsvollen Fotografien Jürgen Kassels perfekt angemessen hat, ergänzt brillant jedes Bild zum Zeugnis. Warmherzig wie in „Stormy Monday“, „Ledertasche“, „Tanzen“ oder „Wednesday Morning 3 A.M.“, urkomisch wie u.a. die „2000 Lichtjahre entfernt“-Quadrologie und „Der Schlüpper“, aber auch illusionslos wie in „Thursday“, „Manchmal möchte man blind sein“ und „Komm Kind“.
„Heartzland“ ist nicht nur ein besonderes Buch, weil man sich Schritt für Schritt darin wiederfindet, es wieder und wieder lesen kann, ohne irgendwelche „Abnutzung“ zu empfinden. Es hat, obwohl auf eine Region zugeschnitten, eine Allgemeingültigkeit, die Eigenart, überall und von jedem verstanden und nachempfunden werden zu können, der in dieser Zeit gelebt hat. Die Autoren und der Verlag Henselowsky Boschmann, dem wir auch andere wunderbare Ruhrgebietsliteratur verdanken, haben ihm den Untertitel „Eine Herzensangelegenheit“ gegeben. Dem schließen wir uns ohne Vorbehalte an."" Den gesamten Text gibt es bei www.musenblaetter.de


Jürgen Kassel (links)
1944 geboren. Aufgewachsen im Ruhrgebiet und lebt jetzt in Duisburg. Ausbildung und Arbeit als Chemielaborant Studium der Fotografie an der Kunsthochschule für Medien Köln ehemals »Werkkunstschule Köln« bei Arno Jansen. Mitarbeiter des Jazzmusikfördervereins, JAM (heute Traumzeitfestival). Selbstständig als Grafiker. Jetzt Rentner und Fotograf.
Einzel- und Gruppenausstellungen, Photokina und andere. Deutscher Jugendfotopreis und Aufnahme in das Pixel-Projekt-Ruhrgebiet 2009.

Zepp Oberpichler (rechts)
Jahrgang 1967, Duisburger. Ab 1979 schreibt er Texte und bringt sich Gitarre spielen bei. 1983 gründet er montags seine erste Band und hat freitags drauf sein erstes Konzert. Mitte der 80er Jahre gewinnt er den Duisburger Nachwuchspreis für Lyrik. 1988 formt er "Jimmy Keith & his Shocky Horrors", mit denen er bis heute gelegentlich tourt und rund 15 Platten herausbringt, einige davon exklusiv in Japan und U.S.A. Von 1988 bis 1993 Studium Germanistik mit Abschluss Magister. Ab 1990 Plattenveröffentlichungen u.a. mit: Zepp Strange, Die Kinskis, Jeff Dahl Group (U.S.A.), Mars Moles (Slowenien), Nikki Sudden (England), Freddy Lynxx (Frankreich), Golden Arms (Japan). Ab 1994 selbstständig mit eigener Agentur. 2002 erscheint der erste Roman "Die Stones sind wir selber" – eine Zusammenarbeit mit seinem alten Kumpel und Weggefährten Tom Tonk. 2009 erscheint der Rock’n’ Roll Roman "Gitarrenblut". 2009 erscheint das schlicht "Januar" betitelte Debut von OBERPICHLER. Ruhige, deutschsprachige Songs aus dem verschütteten Leben. Eingefasst in ein künstlerisches Gesamtkonzept werden die Lieder im Rahmen von Vernissagen live präsentiert. 2010 erscheint in Zusammenarbeit mit dem WDR das Buch "Von Menschen und Orten", in dem Ruhrgebietsautoren ihren persönlichen Lieblingsplatz in ihrer Heimatstadt vorstellen. Oberpichler wurde für Duisburg ins Rennen geschickt und schreibt über den Schallplattenladen 33 1/3. 2012 ist das neue Oberpichler-Album "Kleine Kreise" bei Oh-Records erschienen.

Ebenfalls von Zepp Oberpichler gemeinsam mit Tom Tonk:
"Die Stones sind wir selber"– Roman

Die Seite von Zepp Oberpichler www.oberpichler.de

Zepp Oberpichler bei wikipedia


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