Bücher vonne Ruhr · Verlag Henselowsky Boschmann · Lüdenscheid-Nord gegen Herne-West - Das Revierderby
Kumpels in Kutten




Revierderby Friedhelm Wessel
Lüdenscheid-Nord gegen Herne-West oder: Wenn Königsblau auf Schwarzgelb trifft – Das Revierderby
80 Seiten, gebunden, viele Fotos, 9,90 €
ISBN 978-3-942094-19-1

Wenn Lüdenscheid-Nord auf Herne-West trifft, vibriert im Ruhrgebiet schon Tage zuvor die Luft. Für die Fans beider Vereine steht das wichtigste Spiel des Jahres an. Ein Erfolg über den Erzrivalen kann die ganze Saison retten. Den Namen des Kontrahenten auszusprechen: sonst eine Sünde, jetzt eine Todsünde. Die Hütte wird wie immer proppenvoll sein. Emotionen werden hochkochen, Fußball-Philosophen ihre Sternstunde haben: „Die wichtigen Dinger gewinnt immer die Borussia.“ – „Königsblau macht garantiert in der Nachspielzeit eine Bude.“ Während dieser 90 Minuten werden Helden geboren: Max „die Spinne“ Michallek, Klaus „Tanne“ Fichtel, Heinrich „Heini“ Kwiatkowski, Michael „Susi“ Zorc. „Die Menschen im Ruhrgebiet leben und lieben dieses Spiel.“ So beschrieb der ehemalige S04-Manager Rudi Assauer das ewige Duell, den Klassiker, die Mutter als Derbys, das Revierderby Schalke gegen Dortmund.
Der deutsche Fußball und seine Derbys: Frankfurt gegen Mainz, Bayern gegen 1860, HSV gegen St. Pauli, Köln gegen Mönchengladbach. Und „das“ deutsche Derby überhaupt: Dortmund gegen Schalke. Nur eine halbe Stunde Bahnfahrt trennt die Fußball-Hochburgen. Doch die Fans der beiden Vereine mögen nicht einmal den Namen des anderen in den Mund nehmen und sprechen vom königsblauen „Herne-West“ und vom schwarzgelben „Lüdenscheid-Nord“.
Schalke 04 hatte seine größten Erfolge in der Zeit vor 1945 und wartet seit über 50 Jahren auf den Meistertitel; die Borussia wurde in der Zwischenzeit siebenmal Meister – Tatsachen, die die BVB-Fans unermüdlich herausstellen. Zuletzt hatte Schalke auch im Derby oft das Nachsehen. Die bitterste Niederlage am vorletzten Spieltag 2007 beim damaligen Abstiegskandidaten Dortmund, die den bereits sicher gewähnten Meistertitel kostete: sechs Tore, rote Karten – und am Ende fluchende Kicker auf beiden Seiten. Königsblau verspielte ein 3:0 und Schwarzgelb konnte seine Aufholjagd nicht mehr krönen, weil der Schiedsrichter ohne Nachspielzeit abpfiff. „Lieber Schalke schlagen als deutscher Meister werden“, meinte einmal Ex-Nationalspieler und Borusse Alfred „Aki“ Schmidt. Kein anderes Fußballspiel in Deutschland weckt solche Emotionen wie das Revierderby zwischen BVB und S04.
Friedhelm Wessel Friedhelm Wessel ist seit 2007 als „Spurensucher“ im Revier unterwegs. In seinen Büchern befasst der leidenschaftliche Ruhri sich mit den fünf großen „K“ des Ruhrgebiets: Kohle, Kumpel, Kicker, Kolonie und Kino und sammelt historische Fotos von Zechen, Werken und Menschen. Für den in Herne lebenden Autor, der von 1970 bis 2006 journalistisch im Ruhrgebiet tätig war, eine Herzensangelegenheit, denn hinter alten Fotos stecken oft auch interessante Geschichten und Anekdoten. Der kleine Friedhelm jagte auf einer ehemaligen Pferdewiese im Herner Ostbachtal einst der Pille hinterher, schwärmte von der Westfalia und litt mit dem SV Sodingen, als beide Mannschaften noch zur deutschen Fußball-Elite gehörten. Heute schlägt sein Herz für den gesamten Revierfußball.

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