
Wie wäre es, wenn Wilhelm Busch (1832–1908) und Heinrich Hoffmann
(1809–1894) ihre Werke heutzutage veröffentlichten? Bei „Max und
Moritz“ würde besonders die finale Verarbeitung der beiden
Minderjährigen zu Getreidebestandteilen eine intensive Debatte über
Verhältnismäßigkeit, Gewaltprävention und Tötungsfantasien auslösen.
Beim „Struwwelpeter“ würden Fachleute bemängeln, dass das Buch Kindern
zur Bewältigung alltäglicher Verhaltensauffälligkeiten überwiegend Tod,
Verstümmelung oder gesellschaftliche Ächtung anbiete. Wilhelm Busch und
Heinrich Hoffmann würden erklären, das Ganze sei satirisch gemeint.
Daraufhin würde man ihnen erklären, dass dies die Sache nur noch
komplizierter mache. Und einige Monate später wären beide Bücher
vermutlich Bestseller. Nach der Lektüre würden die Kinder lachen. Die
Erwachsenen würden Arbeitskreise bilden. – Wilhelm Busch und Heinrich
Hoffmann: Ihr wart und seid ganz große Klasse. Danke!
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