Henselowsky Boschmann Verlag • Dirk Sondermann (Hg.) - Emschersagen
Emschersagen

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Dirk Sondermann (Hg.)
Emschersagen
Von der Mündung bis zur Quelle

344 Seiten, gebunden,
16,90 €
ISBN 3-922750-66-4

Dirk Sondermann hat die schönsten Emschersagen zusammengestellt. Lange Zeit degradiert zum stinkenden Abwasserkanal, soll sich das "häßliche Emscherlein" nun zum renaturierten Vorzeigefluß des Ruhrgebiets wandeln.
In den Emschersagen werden zum ersten Male die "sagen-haften" Stätten zwischen der Mündung in Duisburg-Alsum und der Quelle in Holzwickede exakt verortet - bis hin zu Straße, Hausnummer und GPS-Daten. So daß jeder den "sagen-haften" Spuren direkt vor Ort nachspüren kann.
Zum Inhalt:
"Die Emscherregion - eine ursprüngliche, von zahlreichen Wildpferden bevölkerte Bruchlandschaft mit ihrem namengebenden kristallklaren Fluß, der von Fischen nur so wimmelt.
So oder ähnlich hätte um 1850 ein Eintrag im "Baedeker" lauten können! Aber die anschließend einsetzende Industrialisierung im Emscherraum, verbunden mit einem explosionsartigen Bevölkerungsanstieg machte der Idylle ein schnelles Ende. Der in Holzwickede entspringende, vormals windungsreiche Fluß wurde ab 1906 durch Begradigungen und Kanalisierungsmaßnahmen von 109 km Länge um 32 km auf 77 km verkürzt und zum stinkenden Abwasserkanal für Industrie und Haushalt degradiert. Die ursprüngliche Emschermündung in den Rhein bei Duisburg-Alsum wurde durch vom Bergbau hervorgerufene Geländesenkungen 10 km weiter nördlich nach Dinslaken verlegt.
Nach dem "Zechensterben" ab Ende der 1950er Jahre und der "Stahlkrise" ab Ende der 70er Jahre verringerten sich die Industrieabwässer erheblich. Das Jahr 1989 brachte dann die entscheidende Wende: Die "Internationale Bauausstellung (IBA) Emscher Park" entwarf eine Vision von historischen Dimensionen: Die stinkende Kloake soll bis 2020 zu einem naturnahen Fluß renaturiert werden. Ein Märchen wird wahr! Wie ein Phönix aus der Asche wird sich das "häßliche Emscherlein" zum "stolzen Schwan" entwickeln!
Schon heute kann man das beginnende Wunderwerk zum Beispiel in den Dortmunder Vororten Aplerbeck und Hörde bestaunen. Oben schlängelt sich der saubere Fluß und - unseren Blicken verborgen - in mächtigen Röhren unter der Erde soll ab 2014 beinahe das gesamte Abwasser des Ruhrgebietes fließen. Flankiert wird die Renaturierung der Emscher von dem entstehenden Emscher-Landschaftspark, der mit 320 Quadratkilometer der Welt größte zusammenhängende Grünanlage innerhalb eines Industriegebietes werden soll.
Erstmals werden mit diesem Buch die sagen-haften Überlieferungen von der Mündung bis zur Quelle der Emscher in einem Band zusammengefaßt. Wie schon in den Ruhrsagen werden auch in diesem Werk (wenn möglich) die sagen-haften Stätten detailliert mit Angabe des Ortes, der Straße samt Hausnummer und darüber hinaus mit GPS-Daten versehen. Wo möglich werden die geschichtlichen Hintergründe der Überlieferungen kurz skizziert, und es wird auf Zusammenhänge mit anderen Sagen des Buches hingewiesen. Ein Ortsregister und detaillierte Quellenangaben gestalten dieses Werk leserfreundlich. Die Sagentexte wurden in der Regel wörtlich übernommen.
Emschersagen

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Größe: 10 x 15 cm
Auflösung: 300 dpi
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Farbraum: Graustufen
Dateigröße: 308 kb
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Dirk Sondermann,
geboren 1960 in Bochum, , hat in den zurückliegenden Jahren zahlreiche Erzählveranstaltungen zum Thema "sagen-haftes Ruhrgebiet" und Vorträge an (Hoch-) Schulen durchgeführt. Veröffentlichungen sowie Sendungen im Radio und Fernsehen folgten. 2003 gründete er das Institut für Erzählforschung im Ruhrgebiet. Er ist ebenfalls Herausgeber der Ruhrsagen.

Interview mit Dirk Sondermann

Einleitung

Duisburg
a. Aldenrade
1. Wie in Aldenrade zwei Bauersleute den Teufel verdroschen
b. Meiderich
2. Der Werwolf
3. Arnd Buschmanns Mirakel
4. Durch den Teufel bekehrt
5. Die Hollen

Oberhausen
a. Schmachtendorf
6. Der Werwolf am Bahnwärterhäuschen
b. Sterkrade
7. Der Mariä-Bach zu Sterkrade
c. Osterfeld - Burg Vondern
8. Die Waghalsbrücke

Bottrop
a. Kirchhellen - Frohnenhof
9. Der Teufel auf dem Frohnenhof ("De Grote Jann")
- Haus Brabeck
10. Die Ahnfrau von Brabeck
-
Haus Hackfurt
11. Der Ring der Johanna Christina von Knipping
b. Bottrop (Stadtmitte)
12. Der Pestbalg zu Bottrop
- ehem. Knippenburg
13. Eine Pfingst-Sage von der Knippenburg
c. Lehmkuhle – Donnerberg
14. Der Opferstein auf dem Donnerberge in Bottrop

Gladbeck
Brauck - Hof Behmer
15. Die verhexte Liebschaft
16. Der Teufel und der Schuster

Mülheim an der Ruhr
Dümpten
17. Der Grenzsteinversetzer von Dümpten

Essen
a. Borbeck - Schloß Borbeck
18. Der ungetreue Münzmeister in Borbeck
b. Altenessen
19. Die Sage von der Berne
20. Der Schwede im Altenessener Hohlweg
c. Essen (Stadtmitte) - Münsterkirche
21. Das Licht des siebenarmigen Leuchters
d. Stoppenberg - Klosterkirche
22. Die Tanfanastätte auf dem Stoppenberg
e. Margarethenhöhe
23. Die Sage von der Sommerburg
f. Schonnebeck (Leithe)
24. Die Versuchung auf dem Mechtenberg

Gelsenkirchen
a. Scholven
25. Der Spuk im Brahmkamp
26. Der Spuk in der Heide
b. Horst - Haus Horst
27. Der Wettlauf um Haus Horst
28. Der scheewe Pape
c. Buer
29. Das Hexenänneken
- St. Urbanuskirche                  
30. Die Legende vom heiligen Urbanus in Buer
31. Der Teufel auf der Zeche
- Haus Berge
32. Der Graf von Berge, der Magister von Buer und der Teufel
33. Der Fischteich der Freimaurer
d. Rotthausen - ehem. Zeche Dahlbusch
34. Die Zechenglocke
e. Neustadt (Leithe) - Haus Leithe
35. Die drei goldenen Kugeln
f. Hassel - Haus Oberfeldingen
36. Der Teufel am alten Kirchweg in Hassel
g. Erle - ehem. Haus Darl
37. Der Ritter von Darl
38. Der Hexentanzplatz
h. Schalke - ehem. Rosenhof
39. Der Klingenjoseph
i. Resser Mark - Emscherbruch
40. Emscher-Neck und Emscher-Nixe
j. Bismarck (Braubauerschaft/Emscherbruch) - Bleckkirche
41. Der Judasrabe
- ehem. Schloß Grimberg
42. Der Raubritter von Grimberg
43. Backems Krüz
44. Das versteinerte Grafenpaar in der Grimberger
Kapelle
45. Die weiße Frau von Schloß Grimberg
46. Die schwarze Frau auf der Bredde
47. Der letzte Pferdestricker im Emscherbruch
k. Bulmke-Hüllen - ehem. Haus Bickern
48. Der schwatte Pitter
l. Ückendorf - ehem. Lutenburg
49. Der Lutenburg Glück und Ende

Herten
a. Westerholt - Haus Westerholt
50. Die Hexe aus Westerholt
b. Langenbochum
51. Die Teufelsmühle bei Herten
52. Die rote Liese von Kurig
- Schloß Herten
53. Die Hexenkuhle auf dem Paschenberg
54. Die Ahnfrau im Schlosse Herten
c. Backum
55. Wie der Backumer Mühlenteich entstanden ist
d. Disteln - Katzenbusch
56. Der Kobold in der Bruchfeldmühle
57. Die Sage von der Blitzkuhle

Recklinghausen
a. Hillerheide
58. Die Burg an der Blitzkuhle
b. Grullbad
59. Die weißen Jungfrauen bei Recklinghausen
c. Recklinghausen (Stadtmitte) - St. Petruskirche
60. Der Baumeister und der Teufel
61. Die Tochter der Hexe
62. Das versunkene Schloß
63. Der unheimliche Wallmeister von Recklinghausen
64. Der gotteslästrige Bauer
65. Jungfer Prinkernell
66. Der eingesperrte Teufel
d. Essel/Berghausen
67. Die Beinkamps Juffer
68. Die versunkene Glocke

Herne
a. Unser Fritz (Bickern)
69. Zeche "Unser Fritz"
70. Der Schatzgräber von der Grimberger Blitzkuhle
b. Röhlinghausen - ehem. Haus Aschenbruch/ehem. Haus Lakenbruch
71. Das Bollwerk
72. Die Ossenkuhle
c. Eickel
73. Die weiße Frau vom Eickeler Bruch
-
ehem. Haus Gosewinkel
74. Die Spindel von Gosewinkel
d. Baukau - Haus Strünkede
75. Der tolle Jost von Strünkede
76. Die Rettung des Jost von Strünkede
77. Jost von Strünkede und der unterirdische Gang zur Walkmühle

Bochum

78. Warum die Hasen so lange Ohren haben
a. Wattenscheid
79. Der (Wattenscheider) Hellweg
b. Wattenscheid (Stadtmitte) - Propsteikirche St. Gertrud
80. Suidbert und die heilige Gertrud
81. Der Mönch und der Taufstein
- Alte evangelische Kirche
82. Erde wird zu Gold
c. Wattenscheid-Günnigfeld
83. Auf dem Lusebrink
d. Wattenscheid-Westenfeld
84. Irrlichter am Hohenstein
e. Hordel - Haus Dahlhausen
85. Der Jungferngang und der Jungfernweg
86. Die weiße Frau von Haus Dahlhausen
f. Riemke - Tippelsberg
87. Die Riesen vom Tippelsberg und Mechtenberg
88. Die Entstehung des Tippelsberges und der Riese Tippulus
89. Der Kampf am Tippelsberg
90. Die Wittewiwerskuhle
g. Grumme
91. Der schlaue Müller

Castrop-Rauxel
- Schellenberg
92. Die Zwerge im Schellenberg
a. Henrichenburg - ehem. Henrichenburg
93. Der Geist in Schloß Henrichenburg
- Alte St. Lambertuskirche
94. Der St. Hubertusschlüssel
b. Ickern
95. Das Meerweib zu Ickern
96. Der Kolk in Ickern
- ehem. Schloß Ickern
97. Das Kind im Schilf
c. Obercastrop
98. Der gläserne Berg

Waltrop
- Oberwiese
99. Die schwarze Kuhle in Oberwiese

Dortmund
a. Lütgendortmund - Haus Dellwig
100. Luftfahrt nach Warendorf
101. Die Springwurzel
b. Schwieringhausen
102. Das Grisemännken von Groppenbruch
c. Bodelschwingh - Schloß Bodelschwingh
103. Das Krüzloh
104. Der alte Jasper sieht die Köln-Mindener Bahn voraus
d. Nette
105. Schaurige Wege zur Zeche
e. Eichlinghofen
106. Die in Strohwische verwandelte Sau
f. Ellinghausen – ehem. Burg Königsberg
107. Der arme Ritter von Burg Königsberg
g. Dortmund-Stadtmitte
108. Wie Dortmund zu seinem Namen kam
- St. Reinoldikirche
109. St. Reinoldus, der Schutzpatron von Dortmund
110. Der Bäcker zu Dortmund
111. Die Dortmunder Bierprobe
112. Die Buschmühle an der Emscher
113. Der Steinerne Turm
114. Die dankbare Maus
h. Brünninghausen - ehem. Haus Brünninghausen
115. Der "tolle Bomberg"
i. Wellinghofen
116. Die Erbauung der Wellinghofer Kirche
117. Brees-Bätte, die Hexe von Wellinghofen
j. Körne
118. Die Hexen von der Körne
k. Wambel
119. Der verwunschene Schatz in Wambel
l. Hörde - ehem. Stift Clarenberg
120. Die Weiße Dame vom Stift Clarenberg
121. Spuk auf dem Hörder Kirchhof
122. Mümmel-Elsken, die letzte Hörder Hexe
123. Der Wundersiepen
124. Der Hexentanzplatz am Semerteich
125. Vom Werwolf in Hörde
126. Der Teufel im Hörder Walde
m. Benninghofen – ehem. Burg Benninghofen
127. Das goldene Spinnrad von Burg Benninghofen
128. Die goldene Wiege
n. Aplerbeck
129. Der weiße und der schwarze Ewald
130. Ein Bergmann erlebt einen Spuk
o. Schüren
131. Spuk am Kaiserberg in Schüren
132. Der Hexentanzplatz in Schüren
p. Brackel
133. Der grinsende Spuk
q. Kurl – Haus Kurl
134. Die besessene Frau von Haus Kurl
- St.-Johannes-Baptista-Kirche
135. Die Totenmesse
136. Der Handel mit dem Teufel auf dem Kirchhof 
137. Die Hasendogge
- ehem. Zeche Kurl
138. Die Schatzblume
139. Witte Dame und Engelchen
r. Neuasseln
140. Die Hexe in Neuasseln
s. Asseln - ehem. Burg Asseln
141. Die Schatzsucherin in der Asselner Burg
t. Wickede
142. Der Pferdefuß

Holzwickede
143. Erschreckte Tagediebe
a. Opherdicke
144. Opherdickes Ortsname
145. Agnes von Vierbecke in der Geschichte und Sage

Unna
a. Massen - ehem. Haus Massen
146. Die weiße Frau von Haus Massen
b. Unna (Stadtmitte)
147. Der Name der Stadt Unna
- Evangelische Stadtkirche
148. Der Teufel in der Kirche zu Unna
149. Der Totengräber zu Unna

Anhang
I. Zum historischen Hintergrund der Emschersagen
II. Notwendigkeit und Praxis exakter Lokalisierung sagen-hafter Stätten
III. Literaturnachweise
IV. Literaturverzeichnis
V. Ortsregister mit GPS-Angaben